Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II an Nikon D800

12-24mm F4,5-5,6 DG HSM IIIm Test an der Nikon D800 schneidet das Sigma Weitwinkel Zoom 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II nicht sonderlich gut ab. Gerade einmal 17 Punkte  erreicht das Objektiv in der DxOMark Gesamtwertung an der D800. Zum Vergleich: Das Nikon AF-S Nikkor 14-24 mm f/2.8G ED bringt es auf 28 Punkte. Das spiegelt sich auch im Kaufpreis wider: Während das Sigma für knapp über 700,- Euro den Besitzer wechselt, muss für das Nikkor min. 1.500,- Euro hingeblättert werden.

Die Abbildungsleistung des Sigmas am Bildrand bei 12mm ist enttäuschend. Abblenden bringt keine Verbesserung. Merklich besser wird’s zwischen 17 und 24 mm.

Ich habe mir das Sigma im Sommer 2013 zugelegt. Die ersten Probeaufnahmen bei 12 mm bestätigten genau das, was ich zuvor in den unterschiedlichen Testberichten gelesen hatte. Die Weitwinkelaufnahmen wirkten zudem nicht so dramatisch, wie solche, die mit dem abgesägten 10,5 mm DX Fisheye gemacht wurden. Am letzten Freitag habe ich es noch einmal mit dem Sigma Weitwinkel versucht. Ich habe mir spät abends meine Ausrüstung gepackt und habe mich auf dem Weg zum Rhein gemacht. Die Aufnahmen, die in dieser Nacht entstanden sind, gefielen mir um ein Vielfaches besser als meine ersten Versuche mit dem Sigma Weitwinkel Zoom. Hier ein paar Beispielbilder:

Kran im Kölner Hafengelände

Kran im Hafen - Weitwinkelaufnahme mit dem Sigma 12-24 mm

Kamera: Nikon D800 | Objektiv: Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II | Blende: F/8 | Belichtungszeit: 57 Sekunden| ISO 100 | Brennweite 14 mm

Kran im Kölner Hafengelände II

Kran auf Schienen - Weitwinkelaufnahme

Kamera: Nikon D800 | Objektiv: Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II | Blende: F/8 | Belichtungszeit: 34 Sekunden| ISO 100 | Brennweite 14 mm

Kran im Kölner Hafengelände III

Weitwinkelaufnahme Sigma 12-24 mm an D800: Kran im Hafengelände

Kamera: Nikon D800 | Objektiv: Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II | Blende: F/8 | Belichtungszeit: 58 Sekunden| ISO 100 | Brennweite 12 mm

Geht doch! Klar, die Schärfe am Bildrand ist nicht optimal. Doch primär geht es um die Wirkung der Aufnahmen. Beim Ultra-Weitwinkel werden die Linien – im Gegensatz zum Fisheye – zum Bildrand nicht gekrümmt. Doch die stürzenden Linien beleben den Koloss aus Stahl, wodurch insgesamt eine unwirkliche, atemberaubende Atmosphäre entsteht.

Nachdem die Fotos im Kasten waren, hatte ich Lust auf weitere Aufnahmen. Also schnell die Ausrüstung zusammengepackt und weiter in Richtung Rhein. Am Rhein angekommen, suchte ich mir als erstes Motiv die Kölner Südbrücke. Das zweite Foto zeigt einen Blick über den Rhein in Richtung Bayenthal. Bei diesen Aufnahmen wurde die Kamera auf beiden Achsen waagrecht ausgerichtet, um stürzende Linien zu vermeiden. Hier die Ergebnisse:

Kölner Südbrücke

Kölner Südbrücke - aufgenommen mit Sigma 12-24 mm an D800

Kamera: Nikon D800 | Objektiv: Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II | Blende: F/8 | Belichtungszeit: 126 Sekunden| ISO 50 | Brennweite 13 mm

Rheinufer bei Köln

Blick über den Rhein - Sigma 12-24 mm an D800

Kamera: Nikon D800 | Objektiv: Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II | Blende: F/8 | Belichtungszeit: 76 Sekunden| ISO 100 | Brennweite 13 mm

Fazit: Das Sigma Weitwinkel ist eine günstige Alternative zum teuren Nikkor 12-24mm Objektiv. Was das Objektiv ausmacht: Der enorme Bildwinkel von 122° ergibt eine fantastische Weite. Wer auf etwas Schärfe am Bildrand verzichten kann, der kann das Objektiv problemlos an der D800 nutzen.

 

4 Gedanken zu „Sigma 12-24mm F4,5-5,6 DG HSM II an Nikon D800“

  1. Moin Moin,

    man man…was sind das für geile Bilder !!!!
    Müssen wir doch glatt deinen Photographie Blog mal pushen !!!

    Gruß Ben

    1. Moin Ben,

      Danke! – ja, teile die Fotos was das Zeug hält!
      Das war übrigens der erste Kommentar hier im Blog – Hurra 😀

  2. Und eine weitere Zusammenfassung und Standpunkt! Danke hierfür! Hätte gern zu dem Sigma gegriffen, da ich diesen Brennweitenbereich in meinem Bereich der Fotografie nicht so häufig brauche. Aber gerade wenn es um Innenarchitekutaufnahmen geht, ist es wohl schwer einem Hotelchef etc. zu erklären, dass die Bilder am Rande nun mal unscharf sein müssen… ,) Also wahrscheinlich dann doch das Original oder die 16-35mm Variante.

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